Nierentransplantation ein Neustart

Ziel der Behandlung eines Kindes mit endgültigem Nierenversagen ist die Nierentransplantation. Die Dialyse ist zwar lebenserhaltend, hat aber insbesondere für Kinder große Nachteile. Nur eine geglückte Transplantation ermöglicht ein fast normales Alltagsleben.

Patienten, die auf ein Spenderorgan warten, leiden unter dem mangelnden Angebot. Insbesondere Kinder und Jugendliche, obwohl bei der Zuteilung bevorzugt, warten deshalb immer noch viel zu lange auf eine neue Niere.

Wegen der langen Wartezeiten wird vorher immer auch überlegt, ob nicht ein Familienmitglied bereit und auch so gesund ist, eine Niere zu spenden. Der Anteil der Lebendspenden ist in letzten Jahren auch in Münster stetig größer geworden.
Der große Vorteil daran ist, dass die Transplantation geplant durchgeführt werden kann, bevor die Dialyse notwendig ist.
Ist dann die Nierentransplantation gelungen und das neue Organ arbeitet gut, geht es aufwärts. Die Nierenwerte bessern sich schnell. Das Kind fühlt sich besser und hat nach einigen Wochen wieder Zeit für Schule, Freunde, Sport und andere Interessen.

Die unbedingt zuverlässig einzunehmenden Medikamente gegen die Abstoßung, gegen den oft zu hohen Blutdruck und andere Folgeprobleme der Transplantation, erinnern aber täglich daran, dass völlige Gesundheit nicht erreicht werden wird. Das ist gerade für Jugendliche manchmal schwer zu ertragen.

Und dann bleibt neben der Sorge um eine Abstoßung das Wissen, dass die "Lebenserwartung" einer transplantierten Niere kürzer ist als die Lebenserwartung eines Kindes oder Jugendlichen.

Ein einmal terminal nierenkrank gewordener Mensch ist so lebenslang nicht ganz gesund.